Residenz-Showings

19 bis ca. 21 Uhr

Tamar Grosz
Earthans. The Dance of the Moon on Earth (Zeitgenössischer Tanz)
19 Uhr, Zirkuswiese

Tanzperformance, die sich mit Fragen der indigenen und nationalen Identität in Chile beschäftigt. Sie lässt die Geschichte der europäischen und deutschen Einwanderung in die Mapuche-Region im 19. Jahrhundert Revue passieren. Erzählungen über Holz und Wälder zeigen, wie internationale Unternehmen die Wälder ausbeuten, und informieren über aktuelle politische Spannungen. Earthans ist ein Tanzstück für fünf Tänzer mit einer audiovisuellen Installation.


Hea Min Jung Dance Company
Frozen Shoulder (Zeitgenössischer Tanz)
19.30 Uhr, Studio 3

Die Jung Hea Min Dance Company erforscht, wie physische und psychische Einschränkungen in neue Bewegungen und Sprachen des Körpers umgewandelt werden können. Ausgangspunkt für die Soloproduktion frozen shoulder ist eine dauerhafte Verletzung, die sich Hea Min Jung vor über zehn Jahren zugezogen hat. Die daraus resultierende adhäsive Kapselentzündung, auch bekannt als frozen shoulder, ist durch Steifheit und Schmerzen im Schultergelenk gekennzeichnet. Die Beeinträchtigung des Körpers zwingt die Tänzerin dazu, sich anders zu bewegen. Dabei lernt sie, mit dem sich verändernden Körper zu spielen, neue Bewegungen zu entdecken und ihre eigene, neue Sprache zu erfinden.


Cox Ahlers
Jesna und Joris (Solo-Performance)

20 Uhr, Studio 2

„Jesna, die im Herbst Geborene, und Joris, der für den Frühling steht.“ In dieser neuen Solo-Performance nehmen sich Cox Ahlers und ihr Team des Clowns an, dieser vielschichtigen Figur, die mit wenigen Mitteln das Wesen menschlicher Sehnsüchte, Hoffnungen und Zweifel berührt. Clowns bringen uns zum Lachen und zum Wanken zugleich, indem sie das Bestehende in Frage stellen und Regeln brechen. Doch wie kann der Clown noch zu uns sprechen angesichts eines Gesellschaftsideals, das einerseits immer toleranter wird, andererseits aber in einer dystopischen Welt angesiedelt zu sein scheint, in der die Verletzung von Normen durch ständige Kriege und Gewalt, Klimakatastrophen und Hungersnöte etc. längst zum Alltag geworden ist? JESNA UND JORIS ist aus dem Forschungsprojekt SAHNETORTE & WELTFRIEDEN hervorgegangen, in dem sich Cox Ahlers, Jenny Patschovsky und Benjamin Richter gefragt haben: Wie viel Humor können wir uns in unserer Welt noch erlauben?


Benjamin Richter
rapt
20Uhr30, Studio 1

Papier ist eine magische Substanz, ist kultureller Rohstoff und Zeugnis der modernen Welt. Benjamin Richter kreiert einen einfühlsamen Dialog mit diesem besonderen Stoff, macht ihn für das Publikum erlebbar und erschafft eine Bewusstheit für die Dinge, die uns umgeben. Ausdrucksstarke Bilder entstehen aus bewegten und jonglierten Skulpturen, die wie visuelle Metaphern an die menschliche Besessenheit nach „mehr“ mahnen. Zwischen Schönem und Absurden, Minimalismus und Überfluss, zeitgenössischer Clownerie, Jonglage und Tanz erspinnt sich diese Zirkus-Performance, die ihren Ausgangpunkt in der Erforschung der Figur des Clowns von heute hatte.

Die Veranstaltung ist beendet.