ArtesMobiles

CapturedBodies

Die Performancegruppe ArtesMobiles untersucht das kreative Potential der technischen Erweiterung des Körpers zum Cyborg und die Gefahr durch Überwachung und Manipulation im Internet of Bodies. Sie forschen daran wie sich das individuelle Bewegungsmaterial von vier Tänzer*innen ändert, wenn es durch technische Körpermodifikation gleichzeitig auch Klangmaterial wird und sich die klassische Grenze zwischen Choreographie und Komposition auflöst. Dafür nutzten sie einen selbst gebauten Motion Suit, der die Bewegungen von Tänzer*innen erfasst und die Daten an ein maschinelles Lernsystem sendet, das sie analysiert und daraus Klänge erzeugt. In zyklischen Improvisationen entwickeln sie Bewegungsmaterial, das eine KI mit Klangverläufen (Phrasen) assoziiert. Die KI lernt, für ein bestimmtes Bewegungsmuster eine eindeutige Klangabfolge zu reproduzieren. So entsteht ein Musikinstrument, das mit individuellem Bewegungsmaterial trainiert und gespielt werden kann. 


Im Rahmen der Residenz auf Schloss Bröllin schließen sie ihre Forschung ab und erweitern die Mensch-Technik-Interaktion mit Movingheadscheinwerfern, die den Positionen der Tänzer*innen folgen und zu einem Netzwerk aus Licht zusammen gebaut werden. Doch am Ende bleibt die Frage: Wer folgt hier eigentlich wem? 

Die Veranstaltung ist beendet.